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Essence of Presence – Die Essenz des gegenwärtigen Moments
Workshop mit dem Clown-Schamanen Nicolas Cambas
am 8./9. Juli 2017 in Freiburg
Alle Informationen dazu finden Sie hier.

 

Witz/Geschichte des Monats
Lachen ist unsterblich
Es waren einmal 3 Zen-Meister, deren Namen niemand kannte. Sie zogen von Stadt zu Stadt und taten nichts anderes, als sich auf den Marktplatz zu stellen und zu lachen. So wurden sie schnell als die „drei lachenden Weisen“ bekannt. Wenn sich diese drei auf einen Marktplatz stellten und zu lachen begannen, dann strömten die Menschen zusammen und ihr Lachen war so ansteckend, dass schon nach kurzer Zeit alle Dorfbewohner lachten. Sogar als einer von ihnen sehr krank wurde, zogen die drei weiter umher und brachten den Menschen das Lachen.
In einem Dorf geschah es dann: Der Kranke starb. Die Dorfbewohner liefen zusammen und sagten: „Das ist jetzt aber eine ernste und wirklich traurige Situation. Ihr Freund ist gestorben, jetzt werden wir sie das erste Mal weinen sehen.“ Aber die beiden Weisen tanzten und lachten als feierten sie den Tod des Freundes. Da sagten die Dorfbewohner: “Das geht nun aber zu weit: Wenn ein Mensch gestorben ist, gehört es sich nicht zu lachen und zu tanzen.“
Darauf entgegnete einer der beiden Weisen: „Wie könnten wir ihm, der sein Leben lang gelacht hat, den letzten Abschied anders bereiten, als indem wir lachten? Und wenn wir nicht lachen würden, würde er über uns lachen und denken: Wie kann man nur so dumm sein und glauben, dass das Lachen sterben kann. Wie kann das Lachen sterben, wie kann das Leben sterben?“
Doch die Dorfbewohner konnten dies nicht verstehen und stimmen nicht in das Lachen der beiden Weisen mit ein. Sie sagten: „Lasst uns den Leichnam waschen und dann verbrennen, wie es sich gehört und die Riten vorschreiben.“
Aber einer der Weisen widersprach: „Nein, unser Freund hatte eine letzte Bitte: Führt kein Ritual durch, badet mich nicht und wechselt auch meine Kleider nicht. Legt mich genauso wie ich bin auf einen Holzstoß und entzündet ihn. Also lasst uns seinen letzten Willen erfüllen.“
Uns so taten sie es dann auch. Als aber der Holzstoß, auf dem der Verstorbene lag, entzündet wurde, spielte dieser seinen letzten Streich. In seinen Taschen hatte er nämlich Unmengen von Feuerwerkskörpern und Knallfröschen versteckt, und plötzlich gab es unter lauter Geknatter ein grandioses Feuerwerk. Da mussten auch die Trübsinnigsten lachen, und schließlich lachte das ganze Dorf.

(aus: Aldinger, M.( 2002): Geschichten für die kleine Erleuchtung. Das Buch zur Bewusstseinserheiterung. Freiburg: Herder spektrum Band 5331)

 

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